Kandidaten in den Wahlkreisen
> Wahlkreise 237-258 214 Altötting 2002: Stephan Mayer (CSU) 65.7 %, Ewald Schurer (SPD) 24.8 % 2005: Stephan Mayer (CSU), Bastian Höcketstaller (SPD) Der amtierende Abgeordnete ist der 31-Jährige Stephan Mayer (CSU). Er kann sich schon fast zurücklehnen, denn ein Vorsprung von gut 40 Prozentpunkten aus dem Jahre 2002 kann sein Gegenkandidat, der 24jährige Töginger Stadtrat und Jugendreferent Bastian Höcketstaller (SPD) unmöglich aufholen. Der Wahlkreis ist ein klassischer CSU-Wahlkreis. 215 Erding-Ebersberg 2002: rechnerisch CSU 61.7 %, SPD 24.6 % 2005: Maximilian Lehner (CSU), Ewald Schurer (SPD) Der Wahlkreis wurde 2005 neu gebildet. Für die CSU tritt Dr. Max Lehmer an. Er war bislang kommunalpolitisch aktiv. Sein Gegenkandidat ist der Oberbayerische Bezirksvorsitzende der SPD, Ewald Schurer. Er trat 2002 noch im Wahlkreis Altötting an und kam über die Liste in den Bundestag. Aber auch hier sind die Rollen klar verteilt: Die CSU hat sehr gute Aussichten, die SPD mit großem Abstand auf Platz zwei zu verweisen. 216 Freising 2002: Franz Obermeier (CSU) 62.7 %, Peter Warlimont (SPD) 22.9 % 2005: Franz Obermeier (CSU), Sonja Gaul (SPD) Franz Obermeier (CSU) wird sich 2005 erneut um das Direktmandat bewerben. Er hat sehr gute Chancen, weiterhin als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Freising im Bundestag zu arbeiten. Seine Gegenkandidatin von der SPD heißt Sonja Gaul. Sie setzte sich innerparteilich nach zweimaligem Patt in der Stichwahl per Münzwurf gegen ihren Mitbewerber durch. 217 Fürstenfeldbruck 2002: Gerda Hasselfeldt (CSU) 59.4 %, Peter Falk (SPD) 27.3 % 2005: Gerda Hasselfeldt (CSU), Peter Falk (SPD) Der Wahlkreis besteht aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau. Gerade im westlich von München gelegenen Teil des Wahlkreises haben die GRÜNEN ein beachtliches Potential. Ein regional relevantes Thema ist vor allem der geplante Ausbau des Militärflugplatzes in Fürstenfeldbruck zu einem Zivil- und Frachtflughafen. Mit ihrer klar ablehnenden Haltung des Ausbaus versuchen sowohl SPD, als auch GRÜNE beim Wähler zu punkten. Trotzdem wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit die ehemalige Bundes-Gesundheitsminsterin Gerda Hasselfeldt von der CSU erneut klar durchsetzen. 218 Ingolstadt 2002: Horst Seehofer (CSU) 65.3 %, Hans Büttner (SPD) 23.7 % 2005: Horst Seehofer (CSU), Michael Kettner (SPD) Horst Seehofer (CSU), sicher einer der bekanntesten bayerischen Politiker und in Sachen Gesundheitsreform ein Rebell gegen die Parteiführung, kandidiert erneut im Wahlkreis Ingolstadt. Trotz seines Rücktritts vom stellvertretenden Fraktionsvorsitz werden dem CSU-Vize im Falle des Regierungswechsels wieder Ambitionen auf das Amt des Gesundheitsministers nachgesagt. Sein Gegenkandidat ist Michael Kettner (SPD). Er tritt die Nachfolge des im letzten Jahr verstorbenen MdB Hans Büttner an. 219 München-Nord 2002: Axel Berg (SPD) 43.5 %, Johannes Singhammer (CSU) 43.3 % 2005: Axel Berg (SPD), Johannes Singhammer (CSU) Dies ist der wahrscheinlich spannendste Wahlkreis Bayerns. 2002 gewann hier Axel Berg den einzigen Wahlkreis für die SPD in Bayern mit gerade einmal 348 Stimmen Vorsprung. Ein erneuter Sieg für Berg wird schwierig aber sicher nicht unmöglich, da die Münchner CSU in der jüngsten Vergangenheit mit der sogenannten Wahlfälscheraffäre um die ehemalige Kultusministerin Monika Hohlmeier eher Negativschlagzeilen machte. 220 München-Ost 2002: Herbert Frankenhauser (CSU) 45.3 %, Fritz Schösser (SPD) 37.6 % 2005: Herbert Frankenhauser (CSU), Claudia Tausend (SPD), Ulrike Goldstein (GRÜNE) In den Münchner Wahlkreisen hat die SPD zumindest eine theoretische Chance an die CSU heranzukommen. Trotzdem hat der amtierende MdB Herbert Frankenhauer (CSU) gute Aussichten, sein Mandat gegen die Münchner Stadträtin Claudia Tausend (SPD) zu verteidigen. Sie tritt die Nachfolge des Bayerischen DGB-Landesvorsitzenden Fritz Schösser an. Für die GRÜNEN geht die Münchner Stadtvorsitzende Ulrike Goldstein ins Rennen. 221 München-Süd 2002: Peter Gauweiler (CSU) 44.4 %, Christoph Moosbauer (SPD) 41.4 % 2005: Peter Gauweiler (CSU), Brigitte Meier (SPD), Jerzy Montag (GRÜNE) Auch hier gilt: bedingte Chancen für die Sozialdemokraten. Für die CSU geht abermals Peter Gauweiler ins Rennen, der immer für eine Schlagzeile gut ist. Zuletzt klage er in Karlsruhe öffentlichkeitswirksam gegen die EU-Verfassung. Gegen ihn treten die Stadträtin Brigitte Maier (SPD) und der Grünen-Obmann im Visa-Untersuchungsausschuss Jerzy Montag an. 222 München-West/Mitte 2002: Hans-Peter Uhl (CSU) 44.3 %, Stephanie Jung (SPD) 41.0 % 2005: Hans-Peter Uhl (CSU), Stephanie Jung (SPD), Dieter Janecek (GRÜNE) Hans-Peter Uhl (CSU) hat die beste Ausgangsposition in diesem Wahlkreis. Der Vorsitzende des Visa-Untersuchungsausschusses setzte sich schon 2002 durch. Seine Gegenkandidatin von der SPD heißt wieder Stephanie Jung, die es im zweiten Anlauf direkt schaffen will. Für die GRÜNEN geht nach einigem Hin und Her der Feinstaubkläger Dieter Janecek ins Rennen. 223 München-Land 2002: Martin Mayer (CSU) 55.6 %, Otto Schily (SPD) 32.1 % 2005: Georg Fahrenschon (CSU), Otto Schily (SPD) Georg Fahrenschon (CSU) möchte die Nachfolge von Martin Mayer (CSU) antreten. Dieser hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Damit ist der 37-Jährige Volkswirt, der bereits als große CSU-Nachwuchshoffnung gesehen wird, der klare Favorit. Sein Gegenkandidat hat allerdings einen großen Namen: Otto Schily (SPD), Bundesinnenminister und mit 72 Jahren Alterspräsident des Bundestags will es noch einmal wissen. Aber schon 2002 verlor er mit über 20 Prozentpunkten Abstand auf Mayer. Schily wird wohl aber in jedem Fall im nächsten Deutschen Bundestag sitzen. Er wird voraussichtlich Platz drei der SPD-Landesliste erhalten. 224 Rosenheim 2002: Wolfgang Zeitlmann (CSU) 63.1 %, Angelika Graf (SPD) 22.2 % 2005: Daniela Raab (CSU), Angelika Graf (SPD) Der CSU-MdB Zeitlmann hatte schon vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen angekündigt, nicht noch einmal kandidieren zu wollen. Raab war allerdings bereits 2002 überraschend über die Liste in den Bundestag eingezogen. Ihre wohl chancenlose Gegenkandidatin von der SPD ist Angelika Graf, ebenfalls MdB. 225 Starnberg 2002: Ilse Aigner (CSU) 63.3 %, Klaus Barthel (SPD) 22.0 % 2005: Ilse Aigner (CSU), Klaus Barthel (SPD) Ilse Aigner (CSU) lag 2002 über 40 Prozentpunkte vor ihrem Gegenkandidaten von der SPD. MdB Klaus Barthel, als potenzeller SPD-Abweichler bekannt geworden, tritt 2005 erneut gegen sie an, jedoch vermutlich erneut erfolglos. 226 Traunstein 2002: Peter Ramsauer (CSU) 69.0 %, Bärbel Kofler (SPD) 20.0 % 2005: Peter Ramsauer (CSU), Bärbel Kofler (SPD) Auch hier wird es kaum Überraschungen geben: Eine CSU-Hochburg, die Peter Ramsauer (CSU) wohl wieder gegen Bärbel Kofler (SPD) verteidigen wird. Sie ist 2002 über die Liste nach Berlin gekommen. Peter Ramsauer werden durchaus weitergehende Ambitionen im Falle eines Regierungswechsels nachgesagt. 227 Weilheim 2002: Alexander Dobrindt (CSU) 63.5 %, Albert Thurner (SPD) 22.6 % 2005: Alexander Dobrindt (CSU), Angelica Dullinger (SPD) Alexander Dobrindt (CSU) wird diesen Wahlkreis vermutlich auch 2005 überlegen gewinnen. Seine Gegenkandidatin heißt Angelica Dullinger (SPD), sie ist SPD-Vorsitzende in Kochel am See. 228 Deggendorf 2002: Bartholomäus Kalb (CSU) 68.9 %, Brunhilde Irber (SPD) 24.1 % 2005: Bartholomäus Kalb (CSU), Brunhilde Irber (SPD) Hier kennen sich die Kandidaten schon lange. Bartholomäus Kalb (CSU) ist seit 1987 im Deutschen Bundestag, Brunhilde Irber (SPD) seit 1994. Auch hier dürfte das Rennen schon entschieden sein, bevor es wirklich begonnen hat. 229 Landshut 2002: Wolfgang Götzer (CSU) 65,7 %, Horst Kubatschka (SPD) 23.3 % 2005: Wolfgang Götzer (CSU), Harald Unfried (SPD) Wolfgang Götzer (CSU) ist langjähriges Bundestagsmitglied. Auch er kann in Landshut wieder mit einem Wahlergebnis im Bereich des Ergebnisses von vor drei Jahren rechnen. Sein Gegenkandidat ist in diesem Jahr Harald Unfried, SPD-Stadtverbandsvorsitzender in Landshut. 230 Passau 2002: Klaus Rose (CSU) 64.8 %, Jella Teuchner (SPD) 20.2 % 2005: Andreas Scheuer (CSU), Jella Teuchner (SPD) Einen heftigen innerparteilichen Kampf hat Andreas Scheuer (CSU) für sich entscheiden können. So wurde ein Generationswechsel vollzogen. Der amtierende Wahlkreis-Abgeordnete Klaus Rose (63) geht in Ruhestand. Auch Scheuer ist zwar schon im Bundestag, doch war er 2002 ohne Wahlkreis über die Liste eingezogen. Seine Gegenkandidatin wird die SPD-Bundestagsabgeordnete Jella Teuchner. 231 Rottal-Inn 2002: Max Straubinger (CSU) 73.0 %, Florian Pronold (SPD) 17.7 % 2005: Max Straubinger (CSU), Florian Pronold (SPD) Max Straubinger (CSU), ist amtierender Wahlkreisinhaber. Sein Gegenkandidat Florian Pronold (SPD) ist ebenfalls bereits Bundestagsabgeordneter, wenn er auch nur über die Liste nach Berlin gekommen ist. Pronold ist stellvertretender Landesvorsitzender der Bayern-SPD. Gewinnen kann er den Wahlkreis sicher nicht, aber vielleicht sein sehr mageres Ergebnis von 17,7 % der Erststimmen etwas steigern, mit dem er 2002 das bundesweite Schlusslicht aller 299 SPD-Kandidaten war. 232 Straubing 2002: Ernst Hinsken (CSU) 74.6 %, Herbert Schreiner (SPD) 18.9 % 2005: Ernst Hinsken (CSU), Herbert Schreiner (SPD) Ernst Hinsken (61) ist ein Urgestein der CSU. Er ist seit 1980 Mitglied des Deutschen Bundestages und gewann 2002 seinen Wahlkreis mit dem höchsten CDU/CSU-Wert bundesweit. Auch 2005 will er es noch einmal wissen. Sein praktisch chancenloser Gegenkandidat von der SPD ist wieder Herbert Schreiner. 233 Amberg 2002: Rudolf Kraus (CSU) 60.4 %, Reinhold Strobl (SPD) 28.6 % 2005: Alois Karl (CSU), Christian Beyer (SPD) Erstmals tritt für die CSU hier Alois Karl an. Der 54-Jährige ist seit 15 Jahren Oberbürgermeister von Neumarkt in der Oberpfalz. Er setzte sich CSU-intern mit einer Stimme Mehrheit gegen den dienstältesten Bundestagsabgeordneten der Oberpfalz, Rudolf Kraus, durch. Karls Gegenkandidat von der SPD ist der Rechtspfleger Christian Beyer. 234 Regensburg 2002: Maria Eichhorn (CSU) 59.9 %, Erika Simm (SPD) 27.3 % 2005: Maria Eichhorn (CSU), Joachim Wolbergs (SPD) Die Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn (CSU) bewirbt sich hier erneut um das Direktmandat. Ihre Gegenkandidatin Erika Simm (SPD) dagegen scheidet aus dem Parlament aus. Der neue SPD-Bewerber für die Bundestagwahl im Herbst heißt Joachim Wolbergs. Er ist derzeit Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat von Regensburg. 235 Schwandorf 2002: Klaus Hofbauer (CSU) 66.9 %, Georg Pfannenstein (SPD) 26.9 % 2005: Klaus Hofbauer (CSU), Marianne Schneider (SPD) Auch wenn die SPD in Schwandorf seit langem den Landrat stellt, wird Klaus Hofbauer (CSU) diesen Wahlkreis 2005 sicher verteidigen. Die Landtagsabgeordnete Marianne Schieder (SPD) versucht dies zu verhindern. Aber auch in Schwandorf bestehen so gut wie keine Chancen für die SPD das Direktmandat zu erringen. 236 Weiden 2002: Georg Girisch (CSU) 59.2 %, Ludwig Stiegler (SPD) 35.5 % 2005: Albrecht Rupprecht (CSU), Ludwig Stiegler (SPD) Georg Girisch (64), bisher direkt gewählter Abgeordneter unterlag CSU-intern deutlich seinem Parlamentskollegen Albert Rupprecht (37). Dieser zieht nun ins Rennen gegen den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Bayerischen Landsvorsitzenden der SPD, Ludwig Stiegler. Stiegler durfte sich 1998 mit dem Titel in Kategorie "Bester Verlierer" schmücken. Seine 47.0 Prozent waren das bundesweit höchste Erststimmen-Ergebnis, das nicht zum Sieg reichte. > Wahlkreise 237-258 |
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